normale Schrift einschalten große Schrift einschalten sehr große Schrift einschalten
Teilen auf Facebook   Link verschicken   Drucken
 

Über uns

 Ein Zuhause für Hunde, Katzen, Schildkröte und auch Frettchen

 

Der Verein, der 2006 gegründet wurde und aus einem gemeinsamen Verein mit den Templiner Tierschützern hervorging, zählt heute rund 50 Mitglieder. Nicht alle haben die Zeit, sich auch aktiv um die Tiere zu kümmern. „Aber man darf nicht vergessen, dass auch die kleinste finanzielle Unterstützung schon für uns wichtig ist.“ Schließlich verursacht die Arbeit des Vereins vor allem Kosten. Und das nicht nur im Heim selbst. „In den letzten Jahren haben wir im Prenzlauer Stadtgebiet dafür gesorgt, dass der Bestand an streunenden, frei lebenden Katzen massiv zurückgegangen ist. Wir haben die Tiere, die uns gemeldet und oft auch gebracht wurden, kastrieren lassen und es so geschafft, dass es in der Stadt kein wirkliches Katzenproblem mehr gibt. Das aber ist nur ein Teil der Aufgaben, die der Verein wahrnimmt. Man kann unsere Arbeit damit umschreiben, dass wir den  Tierschutzgedanken verbreiten, uns um in Not geratene Tiere kümmern und beispielsweise gegen Massentierhaltung einsetzen. Das macht bereits deutlich: Hier geht es nicht nur um Hunde, Katzen, Meerschweinchen und Kanarienvögel, sondern auch um Nutztiere. Wir arbeiten eng mit den zuständigen Behörden, also dem Ordnungsamt der Stadt und dem Veterinäramt des Landkreises zusammen. Denn wir können als Verein immer nur informieren, aufklären, beraten und empfehlen. Eine rechtliche Handhabe gibt es für uns nicht. Dort, wo es akut ist, schalten wir die Behörden ein. Oft aber hilft es schon, wenn die Mitglieder des Tierschutzvereins irgendwo auftauchen, nachfragen und mit den betreffenden Tierhaltern sprechen. Außerdem ist nicht in allen Fällen das, was der Nachbar zu sehen meint, eine nicht artgerechte Haltung…

 

Dies aber ist nur ein Teil der Arbeit des Vereins. Seit Ende Mai 2011 betreiben wir in Prenzlau, Dank der großzügigen Förderung durch die Erika-Kliemann-Stiftung, das Tierheim. 40 Katzen, 30 Hunde sowie diverse Kleintiere – vom Hamster bis zum Wellensittich – können hier maximal untergebracht werden. „Auch Frettchen und Schildkröten wurden schon bei uns abgegeben. Die Tiere, die wir als Fundtiere aufnehmen, werden uns entweder vom Ordnungsamt gebracht oder von Bürgern gemeldet. Sie machen die Hälfte des Bestandes im Heim aus. Die andere Hälfte sind sogenannte „Abgabetiere“. Sie kommen zu uns, wenn beispielsweise die Besitzer verstorben sind oder sich Lebensumstände so geändert haben, dass die Tierhaltung nicht mehr in Frage kommt.

 

Oft haben diese zumeist Vierbeiner denn auch schon ein paar Jahre auf dem Buckel. Und dann ist es so wie bei uns Menschen. Es zwickt hier und da, Arthrose oder andere Altersgebrechen sind keine Seltenheit. Diese Tiere sind dann natürlich auch schwerer vermittelbar. Während wir beispielsweise junge Hunde, die umgänglich und sozial verträglich sind, oft gleich mehrmals vermitteln können, gibt es ältere, die hier ihr Gnadenbrot bekommen und kaum eine Chance haben, noch ein mal ein neues Zuhause zu finden. Gerade für solche Tiere sei es wichtig, dass Mitglieder des Vereins oder einfach Menschen, die Tiere mögen und gern Zeit mit ihnen verbringen, das Tierheim unterstützen, indem, sie sich um die Tiere kümmern.

 

Wir haben ehrenamtliche Helfer, die regelmäßig kommen und sich kümmern. Das reicht vom Gassi gehen mit den Hunden bis hin zum Spielen mit den Katzen.“ Auf Mitstreiter, die einfach deshalb, weil sie ein großes Herz haben und Tiere mögen helfen, ist der Prenzlauer Tierschutzverein e.V. angewiesen.

 

Wir freuen uns aber auch über jedwede finanzielle Unterstützung, denn das Tierheim will unterhalten sein. Von den Betriebskosten über Futter und ärztliche Behandlung für die Bewohner bis hin zu den Personalkosten. Zurzeit haben wir noch Glück. Es gibt geförderte Maßnahmen, so dass wir acht Mitarbeiter beschäftigen können. Teilweise sind sie auch nur wenige Stunden im Einsatz. Aber immerhin. Doch wenn die Förderungen auslaufen, muss man sehen, wie es weiter geht. Bislang aber haben die engagierten Tierschützer immer eine Lösung gefunden. Geholfen wäre allen auch dann, wenn diejenigen, die sich ein Tier anschaffen wollen, zuvor genau darüber nachdenken und alles abwägen. Denn das ist keine Entscheidung, die Auswirkungen auf ein paar Wochen oder Monate hat. Es geht hier im glücklichsten Fall  um Jahre. Wer sich beraten lassen will, kann gern zu uns kommen.